RESEARCH

L.H.O.O.Q. ist der Titel, den Marcel Duchamp 1919 einer Reproduktion der Mona Lisa, der absoluten Inkarnation weiblicher Schönheit, ankritzelte. Er ist zufrieden, dass sie nun wirklich wie ein Mann aussieht. Jeder Franzose versteht den umgangssprachlichen Begriff L.H.O.O.Q., phonetisch ausgesprochenen: „elle a chaud au cul“: sie ist heiss am A…, engl. she‘s hot.  Jedoch… die forschende und zweifelnde Künstlerin sieht hier einen Widerspruch, da sie ja nun ein Mann sein soll.

Das Geheimnis im Bart der Mona Lisa war eine „Taschenatombombe mit Zeitzünder“ (Zitat von Denis de Rougemont „Gespräche mit Marcel Duchamp“ 1945), die endlich von einer visuell experimentierenden Künstlerin gezündet werden konnte. Es ist ein Game-Changer in der Betrachtung von L.H.O.O.Q. und eröffnet gleichzeitig eine neue kunsthistorische Dimension in der internationalen Duchamp-Forschung.

Was soll uns der Bart der Mona Lisa verraten? Die Künstlerin nähert sich mit ihrem Makroobjektiv und nimmt ihre spielerisch-investigative Spur auf.

Marcel Duchamp hat diesen nur 17 mm großen Graphik aus Graphitstaub mit dem Titel „Bart und Schnurrbart von L.H.O.O.Q.“ 1941, also 22 Jahre nach seiner Kritzelei, mit einer winzigen Metallschablone hergestellt für das Frontispiz zu dem Gedicht „Marcel Duchamp“ von Georges Hugnet.

Das Geheimnis im Bart der Mona Lisa war eine „Taschenatombombe mit Zeitzünder“ (Zitat von Denis de Rougemont „Gespräche mit Marcel Duchamp“ 1945), die endlich von einer visuell experimentierenden Künstlerin gezündet werden konnte.
Es ist ein Game-Changer in der Betrachtung von L.H.O.O.Q. und eröffnet gleichzeitig eine neue kunsthistorische Dimension in der internationalen Duchamp-Forschung. Das Forschungsergebnis der Künstlerin wird aus urheberrechtlichen Gründen erst nach Veröffentlichung bekannt gegeben.
Betrachten Sie nun in „PLAY“ das Spiel der Künstlerin mit dem Bart der Mona Lisa.